Hochwassergefahren neu bewerten: Erkennbare Risiken rechtzeitig beseitigen

Die zahlreichen Fernsehbilder aus den deutschen Hochwassergebieten bestätigen die Prognosen der Klimaforscher ohne Zweifel. Steigende Durchschnittstemperaturen bedeuten extrem heftigere Regenmengen und dadurch noch weiter steigende Hochwasserstände als bisher. Fließhindernisse, die bisher als sicher gelagert galten, sollten baldmöglichst neu auf diese Risiken betrachtet werden.

So liegt ein großer Totholzhaufen schon länger in der Nähe des Parkplatzes bei den Lengder Teichen sowie erhebliche alte Stämme und Windbruch im Bereich der Okeraue südlich von Schladen. Ich habe dies der Gemeinde Schladen-Werla unter Hinweis auf die geänderten Hochwasserprognosen mitgeteilt und um Bewertung gebeten. In Abstimmung mit der Stadt Goslar, zuständig für den Bereich Vienenburg/Lengde, wird demnächst der Holzhaufen entfernt. Auch wird in Kürze die Gefährdungsbewertung von Totholz in der Okeraue nochmals in Augenschein genommen. Vorbild für ein Freihalten der Fließbereiche bei Hochwasser sollte der Unterhaltungsverband Obere Innerste sein, der Totholz grundsätzlich entfernt.

Karl-Jürgen Heldt
Bilder:
– Holzhaufen an den Lengder Teichen
– Totholz in der Okeraue